INTERNETMARKETING - Texten fürs Internet

Im Internet schläft die Konkurrenz nicht. Wer sich und seine Dienstleistung erfolgreich vermarkten will, muss seine Nutzer auf dem neuesten Stand informieren, erreichbar sein und vor allem überzeugen. Gut formulierte Texte sind dabei das A und O. Sie transportieren die Vorzüge Ihres Unternehmens und Ihrer Dienstleistung, bieten wertvolle Inhalte und vielleicht sogar Tipps.

Doch das ist vielen Unternehmen nach wie vor nicht klar. Webtexte werden lieblos zusammen gestellt, und mit Werbeslogans oder Zitaten bestückt. Schnell kann es da passieren, dass potentielle Kunden sich abgestoßen fühlen. Ein Mausklick genügt und der User wechselt auf Seiten der Wettbewerber.

Darum sollten Sie darauf achten, sich mit Ihren Texten von anderen Wettbewerbern abzuheben.

Ein paar wertvolle Tipps können Ihnen dabei helfen:

Texten für die eigene Website:
Leseverhalten verstehen


Die meisten Dienstleister werden heutzutage über Suchmaschinen gefunden. Sicher haben auch Sie selbst schon nach Seiten im Internet recherchiert. In der Regel orientiert sich der Verbraucher dabei an den ersten Seiten, der von der Suchmaschine angebotenen Ergebnissen. 

Ist ein Link geklickt, scannt man schnell den Inhalt nach relevanten Informationen zum gewünschten Thema.
Überschriften bilden dabei, neben Menüpunkten, Aufzählungen und Bildern den Schwerpunkt. Lange Textpassagen liest man nur in den seltensten Fällen. Dauert diese Suche mehrere Sekunden erfolglos an, verlassen sie die Seite und wechseln zur Konkurrenz.

Demnach ist das Leseverhalten von Onlineusern ein sehr zügiger Vorgang. Der Verbraucher hat es im Normalfall eilig und bewertet Seiten innerhalb von Sekunden nach Nutzen. Websites werden nicht gelesen- Sie werden überflogen. Dementsprechend sollten Sie Ihre Texte anpassen.



Erste Regel:  Das Wichtigste kommt zuerst

Wie in der Zeitung entscheidet der Leser anhand von Überschrift und den ersten Sätzen, ob er einen Artikel lesenswert findet oder nicht. Also bringen Sie das Wichtigste an erster Stelle. Vermitteln Sie anhand kleiner Überschriften Ihre Botschaft. Sie sollten interessante Informationen enthalten, die zum Weiterlesen anregen.
W- Fragen (
„wer“ und „was“) können Ihnen hier einen Leitfaden bieten. Optional könne Sie dazu das „wie“ und „warum“ ergänzen.  Anschließend können Sie dann ins Detail gehen.

Inhalte schnell erfassbar machen

Lesen am Bildschirm ermüdet die Augen und ist anstrengend. Das Lesen ermüdet mehr als das gedruckte Wort und dauert noch dazu etwa ein Viertel länger im Vergleich zu Print. Zudem ist man durch Buttons, Flash- Animationen, Links, Fotos, Videos und andere interaktive Elemente abgelenkt. 


Erleichtern Sie Ihrer Zielgruppe darum das Lesen indem Sie Texte in kurze Absätze mit jeweils einer Aussage gliedern. Fügen Sie Zwischentitel ein und achten Sie auf die Zeilenlänge. Verwenden Sie Aufzählunge, Listen und Stichpunkte, wo es angebracht ist. Diese sind leicht scanbar und teilen dem Leser alles Wesentliche mit.
Fünf bis sieben Einträge – die natürlich auch zu weiterführenden Informationen verlinken können – sind hier optimal.


In der Kürze liegt die Würze


Sie schreiben keinen Roman. Sie wollen informieren! Darum packen Sie nicht alle relevanten Informationen auf eine Seite. Denken Sie daran: Das Internet ist ein schnelles Medium, in dem sich Nutzer schnell von A nach B bewegen, Dateien herunter laden, Kommentare schreiben, Lesezeichen anlegen- kurzum, die Nutzer sind ständig aktiv.

Lange Texte signalisieren hohen Zeitaufwand bei der Jagd nach nützlichen Informationen und schrecken den durchschnittlichen User ab. Nutzen Sie also die Faustregel: Internet-Texte sollen um die Hälfte kürzer sein als gedruckte Inhalte.

Inhalte aktualisieren/ Unterseiten pflegen


Oft gelangt man über Suchmaschinen nicht zuerst auf die Einstiegsseite des Webauftritts.
Darum sollte jede Seite Ihrer Web-Präsenz auch für sich alleine stehen können. Sie sollte dem Leser mitteilen, wer Sie sind und was Sie zu bieten haben.


Deftiges, statt Fast-Food


„Vermeiden Sie oberflächliche Floskeln ohne greifbare Inhalte. Damit stehlen Sie Ihren potentiellen Kunden nur Zeit.

Fastfood:


„Herzlich willkommen auf der Homepage von Anwaltskanzlei Haselmann. Mit unseren mehr als  fünfzig Jahren Erfahrung am Markt, sind wir bekannt für unsere hervorragende Service, unseren einzigartige Beratung und unsere unkomplizierte Kundenberatung. Wir würden uns freuen, auch Sie bald zu unseren Kunden zählen zu dürfen.“

Ein solcher Text ist austauschbar und bietet keine Informationen. Die Verkaufswirkung ist gleich null.

Wie wär’s stattdessen damit? Eine emotionale Überschrift:

„Streiten Sie noch oder leben Sie schon …“

und dann ein runder Text, der die Kernbotschaft des Webseite vermittelt:

„…  Seit mehr als zwanzig Jahren kämpfen wir für Ihr Recht. Über 500 zufriedene Mandanten sprechen für unsere ausgezeichnete Beratung. – Unsere erfahrenen Fachanwalte verhelfen Ihnen gern zu mehr Frieden und Gerechtigkeit. Wir informieren Sie gerne. Rufen Sie uns einfach an und vereinbaren Sie ein erstes Beratungsgespräch.“

Aktivieren Sie Ihren Leser durch gezielte Aufforderungen. Sagen Sie ihm, dass er Sie anrufen oder Ihnen eine Mail schicken soll. Bieten Sie ihm dazu auf jeder Seite genügend Kontaktmöglichkeiten.


Sachlichkeit und Emotionen

Das Internet bietet ein Meer an Informationen. Besonders hier, wo Datenklau und Anonymität immer in der Gedankenwelt eines Anwenders schwirren ist ein seriöses sympathisches Auftreten das A und O. Dadurch wird es für seine Nutzer schwierig seriöse Anbieter von Bauernfängern zu unterscheiden. Nie war es leichter Informationen ungeprüft zu verbreiten, sie jederzeit wieder zu verändern oder zu löschen. Der Verfasser kann sich hinter Pseudonymen verstecken und Fehlinformationen streuen.
Dies alles macht das Internet un glaubwürdiger als Zeitung, Radio oder Fernsehen.


Diesem Mangel an Glaubwürdigkeit müssen Sie entgegenwirken. Durch die Einbindung
zufriedener Kunden in Ihren Webtext bauen Sie Vertrauen auf und versehen Ihr Angebot mit einem „Gütesiegel“.
Daneben erhöhen auch Presseberichte, Fachartikel und Fallstudien Ihre Glaubwürdigkeit. Zudem kann der Leser diese ausdrucken, so dass diese Texte auch offline für Sie werben. Sie sollten dabei jedoch darauf achten, dass in jedem Dokument Ihr Firmenname und Ihre Kontaktdaten enthalten sind.

Ein weiterer Tipp:
Verwenden Sie Werbeslogans nur sparsam und gezielt, seien Sie vorsichtig mit Metaphern und schreiben Sie nicht zu blumig. Natürlich hängt der Charakter der Texte auch von der Branche ab: Während Sie bei IT-Dienstleistungen sachlich schreiben können, ist diese Nüchternheit bei der Website einer Kunsthandwerkerin nicht angebracht.


Dabei gilt als Prioriät: Schreiben Sie kurze und prägnante Texte und Sätze, jedoch nicht abgehackt. Vermeiden Sie Wiederholungen und Allgemeines. Verwenden Sie Wörter des allgemeinen Sprachgebrauchs und verzichten Sie auf Fremdwörter und Abkürzungen. Halten Sie sich an die wesentlichen Informationen und lassen Sie unnötige Einzelheiten weg – niemanden interessiert, dass der Firmengründer im Jahr 1954 einen Lieferwagen angeschafft hat.

Doch vergessen sie bei all der Sachlichkeit und Kürze nicht den menschlichen Aspekt. denn letztendlich geht es in jedem Geschäft vor allem um Kundennähe und den persönlichen zwischenmenschlichen Kontakt. Es wirkt sympathisch, wenn Sie den Geschäftsführer zu Wort kommen lassen oder auflockernde Zitate von Mitarbeitern einbinden.

Tags und Keywords: Weniger ist mehr


Kein Internettext ohne sogenannte  Schlüsselwörter - auch
Keywords oder Tags (Labels). Sie tragen dazu bei, dass Google, Yahoo und Co Ihre Webseite finden und – bestenfalls – noch vor den Seiten Ihrer Wettbewerber listen. Auf ein solches Ranking arbeiten viele Webseiten-Betreiber hin – doch schnell kann man dabei übertreiben.

Natürlichkeit vor Übermut:

Bleiben Sie natürlich. Eine
Keyword-Dichte von drei bis vier Prozent pro Seite reicht völlig aus. Diese Ansicht teilt auch Google, das auf organische Inhalte setzt und künstliches Anhäufen von Schlüsselwörtern (Keyword Stuffing) abstraft. Es wird Ihnen wenig nützen, wenn Ihre mit Schlüsselwörtern vollgepackte Seite ganz oben in den Suchergebnissen auftaucht, die Besucher aber angesichts der sperrigen Texte gleich wieder abspringen?

Wählen Sie lieber Ihre Keywords sorgfältig aus, prüfen Sie, welche Suchwörter Ihre Kunden verwenden und bauen Sie diese Keywords auch in die Überschriften ein. Schreiben Sie immer für Ihre Leser, nicht für die Suchmaschinen.

Nützliche Links zum Thema:

Keywords ermitteln: https://adwords.google.de/select/KeywordToolExternal
Keyworddichte Ihrer Website ermitteln: http://de.linkvendor.com/seo-tools/keyword-density.html

Buchempfehlungen für Unternehmer: http://shop.unternehmer.de/buchempfehlung/

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